Ein so außergewöhnlich großes und qualitativ anspruchsvolles Sanierungsobjekt war nicht leicht zu erschließen. Es musste eine Projektierung entwickelt werden, die gleichermaßen denkmalpflegerische, stadtplanerische und nicht zuletzt marktorientierte Ansprüche befriedigen konnte.
Positiv wirkte sich bei diesem schwierigen Vorhaben die generell gut erhaltene Bausubstanz des Firmengeländes sowie die ausgesprochen günstige Lage des Areals mitten im innenstadtnahen früheren Ortskern von Gohlis aus. Die ehemalige Schokoladenfabrik hat eine genauso gute Verkehrsanbindung an die Innenstadt wie zu den wichtigsten Ausfallstraßen nach Norden und Westen. Außerdem liegt ihr Gelände ausgesprochen nah an Rosental und Auwald mit deren weitläufigen Grünflächen und zahlreichen Freizeiteinrichtungen. Darüber hinaus ist auch die Infrastruktur der Versorgung in diesem Bereich des Stadtteils überdurchschnittlich ausgebaut: In nächster Nähe befinden sich ein Ärztehaus, verschiedene Schulen und Kindertagesstätten; es gibt eine Vielzahl unterschiedlichster gastronomischer Einrichtungen und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.
Seit der Übernahme entwickelt die JUS AG auf dem Gelände der früheren Schokoladenfabrik das Projekt der anspruchsvollen Wohnanlage „Schokoladen-Palais“. Auf einem Areal von insgesamt circa 12.800 Quadratmetern soll in mehreren aufeinanderfolgenden Bauabschnitten ein gehobenes Ensemble von Eigentumswohnungen mit ganz eigenem Charme entstehen. Das komplett denkmalgeschützte Gelände zwischen Menckestraße und Poetenweg bot die ideale Grundlage für eine sanfte Sanierung. Vom Loft bis zum großzügigen Penthouse finden hier Wohnflächen unterschiedlichster Gestaltung Raum. Terrassen und Balkone sowie eine aufwendige Gestaltung der Grünanlagen mit Teichen und Ruhezonen sorgen sowohl nach innen als auch nach außen für eine Auflockerung des Gesamteindrucks.
Das unerschrockene Engagement der JUS AG im Bereich der erfolgreichen Sanierung und nachfolgenden Nutzung bis dato als schwierig geltender Immobilien historischer Industriearchitektur ist in Leipzig nicht neu. Man denke nur an die Sanierung eines Großteils der ehemaligen Buntgarnwerke in Leipzig Plagwitz und Schleußig. Mit der Aufarbeitung der ehemaligen Schokoladenfabrik Felsche wird sie also nicht nur einen weiteren wichtigen Sachzeugen Leipziger Industriearchitektur vor dem Untergang bewahren, sondern zugleich ein ganz neues Kapitel im gestalterischen Bereich des Leipziger Wohnungsbaus einleiten.